Zentrum für minimal-invasive Chirurgie der Nase, Nasennebenhöhlen und vorderen Schädelbasis

Behandlungskonzept Schnarchen

Schlafbezogene Atemstörungen, zu denen neben dem Schnarchen auch die sog. obstruktive Schlaf-Apnoe (im Schlaf auftretende Atemaussetzer unterschiedlicher Frequenz und Dauer) gehören, können schwerwiegende gesundheitliche und soziale Konsequenzen nach sich ziehen.

Rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung schnarcht, aber nur 4% der Männer und 2% der Frauen leiden an der gefährlichen obstruktiven Schlaf-Apnoe. Schon bei Kindern kann es im Übrigen, z.B. durch stark vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandeln, zu ausgeprägten Beschwerden mit Tagesmüdigkeit durch unzureichenden Nachtschlaf bei gestörtem Schlafrhythmus, Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche bis hin zu Entwicklungsverzögerungen kommen.

Gerade weil es für die Betroffenen selbst nicht möglich ist, zwischen harmlosem Symptom und bedrohlicher Erkrankung zu unterscheiden, ist die fachkompetente diagnostische Abklärung sowie Beratung durch den entsprechend ausgebildeten Spezialisten entscheidend für die Einleitung einer erfolgreichen Behandlung.
Die Schlafmedizin hat in den vergangenen Jahren sowohl hinsichtlich diagnostischer, als auch therapeutischer Möglichkeiten bedeutsame Fortschritte gemacht, andererseits haben die große Anzahl der Betroffenen (“jeder dritte Deutsche schnarcht”) und die zum Teil dubiosen Empfehlungen in der Laienpresse einen Markt mit z.T. fragwürdigen Behandlungsmöglichkeiten entstehen lassen, dessen Produkte allenfalls den Herstellern dienen, die Einleitung einer adäquaten Therapie bei den Betroffenen aber oft gefährlich verzögern.

Wir befassen uns seit über 15 Jahren mit den verschiedenen Aspekten der Schlafmedizin und stellen nicht nur eine exakte Diagnosefindung mit Screening und Schlaflabor sicher, sondern beraten Sie auch über die verschiedenen Möglichkeiten einer seriösen Behandlung. Diese reichen von der Gewichtsreduktion über medikamentöse bzw. chirurgische Behandlungsmaßnahmen und prothetische Versorgung bis zur nasalen Überdruckbeatmung.

Bei einem Teil der Patienten, vor allem beim sog. “habituellen Schnarchen” (Schnarchen ohne Atemaussetzer) sind chirurgische Maßnahmen mittels Laser- oder Radiofrequenzbehandlung des Rachens (Gaumenmandeln, Gaumensegel, “Zäpfchen”) und / oder korrigierende Eingriffe an Nasenmuscheln und Nasenscheidewand zur Verbesserung der im Schlaf häufig zunehmenden Nasenatmungsbehinderung die beste Alternative, Betroffene dauerhaft von ihren Beschwerden zu befreien. Je nach individuellem Krankheitsbefund wird ein derartiger Eingriff als Einzel-Operation oder – wenn mehrere “Etagen” betroffen sind – als sog. “multi-level”-Operation durchgeführt.